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"Die Schwachen kämpfen nicht. Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang.
Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre, aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang.
Diese sind unentbehrlich."
Bertold Brecht

"Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause und, was noch entscheidender ist, überall unterwegs." 
       
Eramus von Rotterdam

"Ich bin ein Bürger, nicht von Athen oder Griechenland aber von der Welt."
          Sokrates


Reisen nach Liepãja/Lettland:

www.ebden-reisen.de
Tel: +49 6403 74117
Fax: +49 6403 72953

Kombinierte Reise
Liepãja/Lettland und
Kurische Nehrung/
Litauen:

www.nehrung-reisen.de

 
 
 

 

 
 

 

Schauen Sie sich auf unseren kompletten Webseiten
um:
www.initiative-liepaja.de 
Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.

initiative-liepaja@gmx.com

  Liepãja ist seit 1993
Darmstadts Schwesterstadt. Die
Darmstädter Initiative für Liepãja e.V. unterstützt das Behinderteninternat, die Behindertentagesstätte und die 15. Mittelschule. Dazu ein Kinder-Spielzimmer.
Wir sind politisch neutral!

Konto: 641200, Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50
Jeder Euro kommt an - helfen Sie dem Behinderteninternat in Liepaja
  Links: Gemeinsam mit der Stadt Darmstadt wurde die Behindertenrampe finanziert.

Rechts: Spielende Kinder im vorbildlich geführten Internat von Direktor Atis Brikmanis

 
Der Vorstand der Darmstädter Initiative für Liepãja e.V.:
1. Vorsitzender:
1. Priekšsēdētājs:
Walter Schmidt, Stadtverordneter
Dipl.-Ingenieur  
Dipl.-Inženieris

2. Vorsitzender:
2. Priekšsēdētājs:

Klaus Wieland, Stadtverordneter von 1985 bis 2006

Schatzmeister:
Finansists
/Kasieris:

Gerd Grünewaldt
Stadtkaemmerer a.D.
Pilsētas finansu pārvalde

Schriftführerin:
Rakstvede
Imanta Molter

Geschäftsstelle:
Biroja atrašanās vieta:

Erzhäuser Straße 34
D - 64291 Darmstadt

Telefons: +49 6150 8 31 70
Fakss: +49 6150 86 63 65
E-pasts: initiative-liepaja@gmx.com
Glocken für Liepãja
Frau Waltraut von Tiesenhausen hatte die wunderbare Idee und begleitet persönlich das Projekt. Das sechs Meter hohe und fast sieben Tonnen schwere Lenin-Monument wurde 1992 nach Deutschland transportiert und wurde hier zu 500 Glocken umgeschmolzen.
Mit dem Erlös wurde u.a. Waisenkindern geholfen und zuletzt Duschen im Altenheim saniert (siehe untenstehenden Pressebericht).
Sie können Glocken erwerben zum Preis von etwa 260,00 Euro incl. Versandkosten. Bitte bestellen Sie:
initiative-liepaja@gmx.com
Oder schauen Sie hier hinein:
www.lenin-glocken.de
„Liepaja-Pass für 21 Darmstädter“ - Pressebericht vom Juli 2008 -
Initiative besuchte Einrichtungen in der Schwesterstadt

21 Mitglieder und Sponsoren der „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“ konnten sich ein Bild von der aufblühenden lettischen Schwesterstadt machen. Am Ende der Reise waren es sechs Sponsoren weniger und dafür sechs Mitglieder mehr. Die Reisegruppe war von den bisher geförderten Projekten voll überzeugt. Für einen Kinderspielraum in einem Wohnhaus des Sozialdienstes der Stadt Liepaja wurde eine Spendenvereinbarung über rund 2.400 Euro getroffen. Im Beisein von Vizebürgermeisterin Silva Golde unterzeichneten Sozialamtschefin Iveta Puke und der Vorsitzende der Initiative, Walter Schmidt, die Vereinbarung. Viele lettische Freundinnen und Freunde der Initiative waren am gemeinsamen Abend dabei. Darmstadts Sozialdezernent Jochen Partsch begrüßte die Gäste herzlich. Im Gegenzug hatte Silva Golde für alle Darmstädterinnen und Darmstädter den neuen „Liepaja-Pass“ parat. Walter Schmidt und Geschäftsführer Klaus Wieland bekamen Urkunden für ihren jahrelangen Einsatz für die Kinder Liepajas überreicht.

Angenehm überrascht waren Sozialdezernent Jochen Partsch und seine Frau Daniela und die gesamte Reisegruppe über die Herzlichkeit der Menschen. Klaus Wieland erinnerte sich an 1993: „Damals machten die Menschen einen gedrückten Eindruck.“ Wer heute nach Liepaja kommt, findet eine aufblühende Innenstadt vor. Dass die Letten Blumen besonders lieben, erkennt man auch am Stadtbild. „Liepajas Wahrzeichen, die Dreifaltigkeitskirche, bekam kürzlich den Titel Kathedrale, die Stadt ist jetzt Bischofssitz,“ sagt Klaus Wieland. In der Kathedrale konnte die Gruppe ein wunderbares Konzert auf der größten mechanischen Orgel der Welt hören. Auch Gourmets kommen in Liepaja zu ihrem Recht. Die Qualität in den Restaurants kann mit vielen Gegenden Mitteleuropas konkurrieren.


Als Dank für den Einsatz bekam ich als Reiseleiter ein "Steckenpferd" in der Behindertentagesstätte.

Das seit 2000 von der Initiative geförderte Behinderteninternat konnte die Gruppe besuchen. Hier sind baulicherseits keine Hilfen mehr notwendig. Dafür wird jetzt die 15. Mittelschule (Gymnasium) mit vielen behinderten Kindern im Vorschul- und Eingangsschulalter gefördert. Der Behindertentagesstätte steht ein Umzug bevor, hier wird die Initiative die Entwicklung abwarten.  Mit großem Engagement geht die Sozialverwaltung an neue Aufgaben. Jochen Partsch, Walter Schmidt und Klaus Wieland waren überrascht, dass sich vieles auf diesem Gebiet bewegt und verändert hat. Dagegen ist der bauliche Zustand von Wohnblocks in den Problemgebieten immer noch katastrophal. Zufrieden waren die Darmstädter mit den Baumaßnahmen am Krankenhaus. Das Kinderarztehepaar Dr. Ingeborg und Dr. Hans Joachim Landzettel konnte die Monitore sehen, die vom Rotary-Club gespendet wurden. Die Kinderbetten aus Darmstadt, von der Initiative transportiert, tun ihren Dienst. „Wir sind auch einen Schritt bei der Kooperation des Regionalkrankenhauses in Liepaja mit dem Klinikum Darmstadt vorangekommen,“ betont Klaus Wieland. Mit Direktor Dr. Juris Barzdins fand ein freundschaftliches und konstruktives Gespräch statt.
„Dass es auch ein touristisches Beiprogramm gab, rundete den Erfolg der Reise ab,“ so Initiativen-Vorsitzender Walter Schmidt. Die Strände in Liepaja konnte man genießen. Ein Highlight war der Ausflug  auf die Kurische Nehrung, noch dazu bei bestem Wetter. Walter Schmidt und Klaus Wieland: „Diese harmonische Gruppenreise gab uns wieder einen Motivationsschub.“

Konto der Darmstädter Initiative für Liepaja: 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50. 
 Am Abschlussabend verliehene Urkunde der Stadt Liepaja.

Pressebericht von der Reise mit dem Rotary-Club vom 
9. bis 13.02.2006

Rotary-Club sagt Hilfen für Kinderklinik Liepaja zu
Kooperation mit Darmstädter Initiative – Gespräche mit Sozialeinrichtungen  

Unter Darmstadts 15 Schwesterstädten steht Liepaja in Lettland nach Besucherzahlen in der Spitzengruppe. Zu den Hauptorganisatoren gehört die „Darmstädter Initiative für Liepaja e.V.“. „Wir arbeiten gern mit anderen Hilfsorganisationen zusammen, wenn es um Liepaja geht,“ sagt Geschäftsführer Klaus Wieland und bot ganz spontan dem Darmstädter Rotary-Club mit Professor Horst Blechschmidt an der Spitze, seine Erfahrungen an. Die Rotarier waren durch Cornelia Benz, Frau des ehemaligen Oberbürgermeisters Peter Benz, auf die Zustände in der Kinderabteilung des Liepajaner Zentralkrankenhauses aufmerksam gemacht worden. „Lasst unsere Kinder mit einem Lächeln gesund werden“, unter diesem Motto hatte die Liepaja-Initiative sich bereits 2004 einer Sammlung der Stadt und Wirtschaft der Partnerstadt angeschlossen. Professor Horst Blechschmidt und Dr. Hans Joachim Landzettel vom Rotary-Club konnten sich jetzt vor Ort ein Bild über die schlimmen Zustände im Krankenhaus machen. Viele Kinder leiden an Entzündungen der Atemwege und des Rachenraumes. Bewundernswert ist um so mehr der hohe persönliche Einsatz der Klinik-Ärzte. Chefarzt Dr. Egils Freidenfelds, das Mitglied des Vorstandes, Dr. Dzintra Auzniece und die Chefin der Kinderabteilung Guna Heidemane erwiesen sich zudem als hochkompetente Gesprächspartner. Man sagte spontan die Spende eines Überwachungs-Monitors zu. Inzwischen hat der Vorstand des Rotary-Clubs eine Sammlung zugunsten der kranken Kinder in Liepaja einstimmig beschlossen und auf den Weg gebracht.

 
 Kinderärzte: Dr. Hans Joachim Landzettel 
 und Dr. Guna Heidemane.

Ein Wiedersehen gab es im Waisenheim. Vor über 10 Jahren hatten sich die „Mutter der Städtepartnerschaft“ Waltraut von Tiesenhausen , Dr. Hans Joachim Landzettel und die Leiterin Dr. Astra Jansone gemeinsam für die Dacherneuerung eingesetzt. Inzwischen hat auch der lettische Staat Geld in die Hand genommen und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Wie gut die Kooperation zwischen der Darmstädter Initiative und der Stadt Liepaja klappt, konnte die Delegation dann auch im Behinderteninternat von Atis Brikmanis sehen. Der Direktorin der Behinderten-Tagesstätte Irita Intenberga wurde von der Darmstädter Initiative ein Kleinbus zugesagt. Frau Intenberga hatte 2003 in der „Aumühle“ in Darmstadt hospitiert.
 

„Der Rotary-Club und die Darmstädter Initiative für Liepaja haben gemeinsam neue Verbindungen geknüpft,“ Professor Blechschmidt zog damit ein gutes Resümee. Im Juni 2006 werden Ärzte aus Liepaja in Darmstadt sein und für den Rechtsmediziner Aldis Sunakslis deuten sich Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und neue Instrumente an. Nach 30 Jahren war Alexander Neufeld , Sozialreferent des Bundes der Vertriebenen, wieder in Liepaja. Mit der Journalistin und Dozentin für Lettisch an der Mainzer Universität, Lasma Gibiete , hatte die Delegation eine fachkundige Liepajanerin dabei. Klaus Wieland: „Die Intitiative für Liepaja und der Rotary-Club werden in den nächsten Monaten wieder Transporte in die Schwesterstadt durchführen, wir freuen uns darauf.“ Zwischen den Rotary-Clubs beider Städte wird es zudem regelmäßige Verbindungen geben.

Spendenkonten: Rotary Gemeindienst Deutschland, Deutsche Bank Düsseldorf, Konto 3941200, BLZ 300 700 10, Stichwort: Clubnummer 11671, Projekt Liepaja oder Darmstädter Initiative für Liepaja e.V. Konto 641200, Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50.

02-2006
Pressebericht von der Reise vom 21. bis 25. Juli 2004
Gruppenreise der Darmstädter Initiative für Liepãja
Hilfe vor Ort geleistet - Anstöße für neue Projekte - Ehrenfahne Europarat
 
21 Mitglieder der Darmstädter Initiative für Liepaja konnten sich jetzt vor Ort ein Bild über geleistete und noch zu leistenden Hilfen machen.
"Wir haben Touristisches mit unserem Hilfsprogramm verbunden," konstatierte der Vorsitzende Walter Schmidt. Die Welt- und Jugendstilstadt Riga machte den Auftakt der Reise. Hier nutzte man das Gespräch mit dem deutschen Botschafter Eckart Herold für eine Sensibilisierung und Unterstützung für das Projekt "Behindertenwerkstätten mit Wohnungen in Lettland". Über den Botschafter wird es künftig leichter sein, bei den entsprechenden Ministerien "die Türen zu öffnen."
 
Darmstadt`s Schwesterstadt Liepaja bereitete der Gruppe wieder einen herzlichen Empfang. Direktor Atis Brikmanis vom Behinderteninternat, Irita Intenberga von der Behindertentagesstätte, Gunta Dejus von der Stadt Liepaja und Dr. Astra Jansone vom Waisenhaus waren die Hauptgesprächspartner. Atis Brikmanis konnte man Sportgeräte und Brillen für 14 Kinder des Behinderteninternates finanzieren. 

Vor dem Behinderteninternat Klaipedas iela.

Die Finanzierung der 26 Restfenster im Behinderteninternat ist durch die Stiftung der Software AG, Johanniterorden und nicht zuletzt der Darmstädter Initiative für Liepaja gesichert. "Der Finanzverbund funktioniert, die Stadt Liepaja übernimmt die Mehrkosten," 2. Vorsitzender Klaus Wieland freut sich als Reiseorganisator sehr darüber. Liepaja baut im Haupthaus des Behinderteninternates jetzt die neue Heizung ein. "Da haben wir sicher durch unseren Druck auf die Stadt unseren bescheidenen Beitrag geleistet," meint Waltraut von Tiesenhausen. Sie kann man als "Mutter aller Hilfen für Liepaja und der Städtepartnerschaft" bezeichnen. Immerhin hat sie bereits lange vor der "Wende" Hilfstransporte nach Liepaja geleitet. Vieles konnte sie über die "Lenin-Glocken" finanzieren. Das Lenin-Monument in Liepaja wurde in Deutschland eingeschmolzen und zu kleinen Glöckchen verarbeitet. Bestellungen zum Preis von 260,00 Euro incl. Versandkosten können über die E-Mail-Adresse initiative-liepaja@gmx.com getätigt werden.
 
Liepaja und seine Umgebung wartet auf Touristen 
Dass Lettland, hier die Liepaja umgebende Provinz Kurland, seine touristisch wunderschönen Seiten hat, konnte die Gruppe bei einem Tagesausflug erfahren. Das Naturschutzgebiet um Ziemupe, Pavilosta und die Steilküste bei Jurkalne üben ihren Reiz aus. 
Pavilosta

Hinzu kommt mit Kuldiga eine schöne Stadt mit alten Holzhäusern und den berühmten breiten Wasserfall. Liepaja bot im wunderschönen Strandpark ein großes Unterhaltungsprogramm. Die Beach-Party "tobte" bis spät in die Nacht. 
 
Ehrenfahne des Europarates an Liepaja
 
In das Festprogramm passte hervorragend die Verleihung der Ehrenfahne des Europarates an die Stadt Liepaja. Johanna Schicker (Österreich) sprach als Ausschussvorsitzende für den Europarat. Die Schwesterstädte Liepajas waren vertreten. Für die Stadt Darmstadt sprach der Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja und Stadtverordnete Walter Schmidt. Er betonte in seiner Rede die endgültige Überwindung der Teilung Europas durch den EU-Beitritt Lettlands: "Die Europäische Union ist die größte Friedensbewegung der Welt". Unter den Klängen der Europa-Hymne, der Ode an die Freude von Ludwig van Beethoven, wurde feierlich die Ehrenfahne von Johanna Schicker und Oberbürgermeister Uldis Sesks gehisst. Die Mitglieder der Darmstädter Initiative für Liepaja konnten die Eindrücke dieser bewegenden Feier mit nach Hause nehmen.

Johanna Schicker und OB Uldis Sesks beim Hissen der Fahne. Links spricht der 1. Vorsitzende der Darmstädter Initiative für Liepaja für die Stadt Darmstadt.
 
Bilanz 
Diese Reise wird erneut nachhaltig die Mitglieder der Initiative bewegen. Nach den Hilfen für die 5. Mittelschule (in Deutschland Gymnasium) ist man mit dem Behinderteninternat auf dem richtigen Weg. Durch den Wegfall der oft als Repressalien empfundenen Zollkontrollen wird es künftig leichter sein, Hilfsgüter nach Liepaja zu transportieren. Besuche werden ab 31. Oktober finanziell erleichtert, Ryanair fliegt Riga an. Die Behindertentagesstätte erhält über Waltraut von Tiesenhausen eine Küche. Problematisch sieht der Vorstand der Initiative die nachlassende Spendenfreudigkeit einiger Firmen: "Wir brauchen jeden Euro - und jeder Euro kommt 1:1 an." Demnächst wird man mit der Adresse www.initiative-liepaja.de über das Internet werben. Das Konto der Darmstädter Initiative ist 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.
Pressebericht von der Reise mit Frau von Tiesenhausen vom 19. bis 23. November 2003

Weitere Behinderten-Hilfen für Liepãja auf dem Weg

Darmstadts Initiative berichtet über neue Projekte 

Die Darmstädter Initiative für Liepãja hat sich zum Hauptziel gesetzt, den Schulen in der lettischen Schwesterstadt zu helfen. Seit 2000 hat sich am geförderten Behinderteninternat vieles zum Guten gewandelt. Das konnten die beiden Vertreter der Initiative, Waltraut von Tiesenhausen und der Stadtverordnete und 2. Vorsitzende Klaus Wieland, jetzt erneut vor Ort erfahren. „Alle Anstöße und Hilfen aus Darmstadt, vom Lions-Club, der Stiftung der Software AG und unserer Initiative haben Früchte getragen,“ loben beide. Voller Lob sind sie auch für das Lehrpersonal, dass unter teils immer noch widrigen Bedingungen „zu Höchstleistungen aufläuft“. 

Aktuell galt die Reise vor allem zwei Projekten. Einmal finanziert die Initiative in Kooperation mit der Stiftung der Software AG 26 Restfenster im Behinderteninternat, die beim ersten Bauabschnitt aus Kostengründen nicht berücksichtigt werden konnten. Hier gelang es Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland, dass rund 800 Euro die Stadt Liepãja übernimmt. Bereits fertiggestellt ist das Projekt „Toiletten für das Lehr- und Küchenpersonal“. 2.700 Euro hat die Stadt Darmstadt bereitgestellt und knapp 1.900 Euro legt die Initiative drauf. Direktor Atis Brikmanis stellte voller Stolz die Anlage vor. 

Seit 9 Monaten arbeitet die Darmstädter Initiative für Liepãja an einem EU-Projekt für Lettland. Hier konnte der EU-Abgeordnete Ozan Ceyhun als Verbündeter gewonnen werden. Ziele sind Werkstätten für Behinderte mit behütetem Wohnen in Lettland. „Die behinderten Jugendlichen verlassen in Liepãja das Internat mit 18 Jahren und fallen bei ihrem weiteren Lebensweg buchstäblich in ein tiefes Loch,“ Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland mahnen damit auch die Solidarität der Menschen an. In Lettland gilt immer noch das in Deutschland zum Glück fast abgeschaffte Prinzip des Wegschließens von Behinderten. Beide sprachen beim lettischen Wohlfahrtsministerium vor und konnten hier erste Kontakte knüpfen und die Behörde sensibilisieren. „Bei der Sozialdezernentin der Stadt Liepãja Aija Barèa rannten wir offene Türen ein. Liepãja könnte zum Pilotprojekt werden.“ Dabei hofft man auf die Unterstützung von EU-Kommissar Günter Verheugen, dem hervorragende Verbindungen nach Liepãja nachgesagt werden. Für Januar 2004 ist ein Meeting mit EU-Abgeordneten und lettischen EU-Beobachtern in Brüssel geplant.

Küche gesucht 

Als einen Schritt in die richtige Richtung werten Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland die seit 2 Jahren existierende Behinderten-Tagesstätte in Liepaja. Die Leiterin der Einrichtung, Irita Intenberga, konnte im September diesen Jahres nach Vermittlung der Initiative, bei der „Aumühle“ in Darmstadt-Wixhausen für eine Woche hospitieren und wertvolle Eindrücke gewinnen. „Wir waren angenehm über die Fortschritte in der Tagesstätte überrascht; unter Mithilfe von Sponsoren aus Dänemark konnten Räume renoviert werden. Irita Intenberga sucht dringend eine Küche, vielleicht findet sich in Darmstadt ein/eine Spender/in?“ 

Wer mit Waltraut von Tiesenhausen nach Lettland reist, bekommt einen guten Eindruck von Land und Leuten. Sie wird in Liepãja verehrt, überall kennt man sie. So konnte sie im Altenheim „Garnibriela“ einen neuen Duschtrakt einweihen, der mit ihren legendären „Lenin-Glocken“ finanziert wurde. Das lettische Fernsehen und die Presse waren gegenwärtig. Klaus Wieland: „Ein großer Tag für die Altenpflege in der Schwesterstadt.“ Von den vielen weiteren Terminen muss der Besuch beim leitenden Chefarzt des Kreiskrankenhauses, Dr. Egils Freidenfels, erwähnt werden. Das Krankenhaus hat den einstigen Bestand von 700 auf 500 Betten reduziert. Auch hier vollzieht sich alles in kleinen Schritten, wie im Behinderten-Waisenhaus von Dr. Astra Jansone, die gute Verbindungen nach Darmstadt unterhält. Auch dieses Haus wurde von der Aktion „Lenin-Glocken“ mit einem Drittel für die Dacherneuerung mitfinanziert. So hat die umgeschmolzene Ex-Leninstatue noch ein gutes Werk getan.  

Überrascht war man von der Arbeit des Zentrums für Frühdiagnostik für Säuglinge und Kinder. Hier wird mit den modernen Methoden Voita, Bobarth und Montessori gearbeitet. Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland: „Wir sind mit den Ergebnissen unserer Reise hochzufrieden. Für das Projekt der Behinderten-Werkstätten brauchen wir einen langen Atem. Es tut sich viel in Liepaja und jeder noch so kleine Fortschritt freut uns sehr.“ Hohes Lob zollen beide der Referentin für internationale Beziehungen, Gunta Dejus. „Von Tiesenhausen und Wieland: „Ihre Arbeit geht weit über ihr berufliches Feld hinaus, dafür gebührt ihr großes Lob.“ Inzwischen ist sie bei Darmstädter Vereinen so bekannt, dass man ihr den Beinamen „Außenministerin von Liepãja“ gegeben hat. 

Spender gesucht!

„Helfen mit Herz – jeder Euro kommt an,“ ist das Motto der Darmstädter Initiative für Liepãja. Die Reise wurde von beiden Mitgliedern privat finanziert. Jede Spende ist willkommen: Konto 641200, bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50. Es werden steuerabzugsfähige Quittungen ausgestellt.

Erläuterungen:

Die Darmstädter Initiative für Liepãja hatte zuerst der 5. Mittelschule (hier Gymnasium) geholfen. In Kooperation mit der Stadt Darmstadt konnte u.a. das Dach saniert werden. Die 5. Mittelschule arbeitet mit der Darmstädter Viktoriaschule zusammen.
Im September 2000 reiste eine kleine Delegation Darmstädter Stadtverordneter und interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Liepãja. Der Erstkontakt mit dem Behinderteninternat war erschütternd. Fast alle traten der Darmstädter Initiative für Liepaja bei. Klaus Wieland wurde 2. Vorsitzender und damit Nachfolger für den ehemaligen Stadtverordnetenvorsteher Dr. Günter Ziegler.
Seit Anfang 2001 wurden von der Initiative in Kooperation mit der Stadt Darmstadt, Frau von Tiesenhausen, dem Lions-Club und der Software-AG-Stiftung, Sanierungsarbeiten im Behinderteninternat finanziert. Weiter wurden mehrfach Hilfsgüter über die Fähre von Rostock aus nach Liepãja transportiert. Ein VW-Bus aus Darmstadt tut seine Dienste in Liepãja beim Schülertransport. Eine Behindertenrampe tut ihre Dienste. Kindertoiletten wurden saniert.
Alle Hilfen führten zum Effekt der Selbsthilfe. Neue Fenster inspirierten zum Beispiel zu neuen Gardinen. Liebevoll hat das Lehrpersonal selbst an der Verbesserung des Schulumfeldes gearbeitet.
Drei Lehrerinnen des Behinderteninternates hospitierten im November an Darmstädter Schulen.
Im September diesen Jahres gelang es uns, die Leiterin der Behinderten-Tagesstätte, Irita Intenberga, nach Darmstadt zu holen. Sie hospitierte eine Woche lang bei Josef Fischbach in der „Aumühle“ in Darmstadt-Wixhausen. Ein voller Erfolg, wie Frau Intenbergas umfangreiche Aufzeichnungen beweisen.
Frau Waltraut von Tiesenhausen ist nicht nur „die Mutter der Partnerschaft Darmstadt-Liepaja“, sie ist die gute Seele, die schon lange vor der „Wende“ Hilfsgüter in großem Umfang – damals noch via Weißrussland – transportiert hat. Eine großartige Frau, die meine Verehrung und Bewunderung hat. Frau von Tiesenhausen und ich haben uns 1993 bei den Verschwisterungsfeiern in Liepãja kennengelernt.
Zu den erwähnten „Lenin-Glocken“: Sechs Meter hoch und fast 7 Tonnen schwer stand die Lenin-Statue, wie in fast allen Städten des Sowjet-Reiches in Liepãja. 1991 waren seine Tage mit der unabhängigkeit Lettlands gezählt. Waltraut von Tiesenhausen  kämpfte mit unglaublicher Zähigkeit, um das Denkmal nach Deutschland zu bekommen. Sie überzeugte schließlich jeden, vom Bürgermeister bis zum lettischen Ministerpräsidenten. Am 14. Januar 1992 war es dann soweit. Das Unternehmen „Lenin zu Glocken“ begann. Die Idee, den aggressiven Sowjetführer in friedliche Glocken umzugießen und mit dem Erlös in Liepãja zu helfen, ist das Verdienst von Waltraut von Tiesenhausen.
Was ist unser Ansporn? Es sind nicht allein das Erfordernis der Linderung der Not in der Schwesterstadt. Es sind die freundlichen, netten, klugen und bescheidenen Menschen, denen wir immer wieder begegnet sind. Das fängt bei den behinderten Menschen an, für die in Lettland noch viel in Richtung Akzeptanz getan werden muss. Das Lehrpersonal ist trotz schlechter Bezahlung (etwa 200 bis 300 Euro/Monat) hochmotiviert. Zusammenfassend: Wir fanden in Lettland gute und sehr gute Freunde, die bei uns immer herzlich willkommen sind.
Waltraut von Tiesenhausen und Klaus Wieland werden ihre Arbeit am 1. Januar 2004 unter einem veränderten Vorstand weiterführen. Für den Architekten Jürgen Rittmannsperger wird der Stadtverordnete Walter Schmidt neuer Vorsitzender. Klaus Wieland bleibt 2. Mann. Das Schatzmeister-Amt wechselt quasi von einem ehemaligen Kämmerer zum anderen: Otto Blöcker gibt das Amt an Gerd Grünewaldt ab. Neuer Schriftführer wird der Baltikum-Experte Klaus Buchmann für die Lehrerin an der Viktoriaschule, Dagmar Stroh.
Für 2004 ist die Gründung eines Beirates, der neue Spenden auftun soll, geplant. Weitere Baumassnahmen sollen damit finanziert werden. Eine Reise der Initiative incl. Beirat ist anvisiert.
„Jeder Euro kommt an“
Darmstädter Initiative hilft Behinderten in Liepãja/Lettland

Die Darmstädter Initiative für Liepaja hat sich zum Ziel gesetzt, den Schulen in Darmstadts lettischer Partnerstadt zu helfen. Seit drei Jahren konzentriert sich die Gruppe mit wachsendem Erfolg auf ein Behinderteninternat. Der Stadtverordnete Klaus Wieland und Klaus Buchmann brachten jetzt erneut Hilfsgüter nach Lettland. „Wir bevorzugen wegen den immer noch rigiden Kontrollen an drei Grenzen den Weg über die Fähre ab Rostock direkt nach Liepaja,“ so Buchmann und Wieland, „jeder Besuch zeigt uns Fortschritte im Behinderteninternat und im Stadtbild der Ostseestadt.“ Die Behindertenrampe und eine neue Toilette sind fast fertig. Internats-Direktor Atis Brikmanis zeigte nicht ohne Stolz die von Darmstadt finanzierten Projekte. Der Gesamteindruck des Internates konnte durch die neuen Fenster, gesponsert  von der Stiftung der Software AG , erheblich verbessert werden. Jetzt gilt es, ein Finanzkonzept für die restlichen Fenster zu erstellen. Buchmann und Wieland: „Das Lehrpersonal hat zudem viele Räume freundlicher gestalten können. Für weitere Maßnahmen haben wir eine Prioritätenliste aufgestellt.“ Klaus Wieland und Klaus Buchmann konnten einen Scheck des Lions-Clubs überbringen, der gute Dienste leisten wird.

 Neu für Liepaja ist eine Tagesstätte für Behinderte. Hier arbeitet das Personal unter schwierigen Bedingungen. „Ich sehe die Tagesstätte als richtigen Weg in Richtung beschützende Werkstätten in Lettland,“ Klaus Wieland bemüht sich zur Zeit um Projekthilfen der Europäischen Gemeinschaft.

 Die Förderung des Tourismus nimmt breiten Raum ein. Hotels und Gästehäuser mit guter Qualität gibt es inzwischen fast ausreichend. Die Strände sind weitgehend menschenleer und laden zum Wandern und Baden ein. Auch im Stadtbild Liepajas hat sich einiges getan. Blumen schmücken Teile der Innenstadt, Restaurants und Cafes haben westliches Niveau. Buchmann und Wieland loben zudem die netten und bescheidenen Menschen: „Darin liegt ein gutes Startkapital für den Fremdenverkehr.“ Zum Heinerfest hat sich die Kindertanzgruppe „Krustini“ angesagt. Begleiterin ist die Referentin für internationale Beziehungen, Gunta Dejus. Klaus Wieland: „Sie ist die gute Seele der Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt und Liepaja, alle Organisationen und wir schätzen ihre hervorragende Organisationsarbeit.“ Die Darmstädter Initiative für Liepaja braucht weitere Spenden – jeder Euro kommt an: Konto 641200, Sparkasse Darmstadt, Bankleitzahl 508 501 50.

Juni 2003

„Freude gebracht und Freunde gewonnen“
Erfolgreicher Hilfstransport nach Liepãja – 
Kleinbus und Güter kamen gut an

Liepaja ist eine Reise und inzwischen einen Urlaub wert: Oben links eine Sandburg in Pavilosta im Norden. Unten links der Turm der Dreifaltigkeitskirche mit der größten mechanischen Orgel der Welt. Im Bild oben rechts kann man den Blick von der Dreifaltigkeitskirche genießen und unten rechts das 1889 erbaute Rathaus der Stadt.

Mit tiefen Eindrücken sind Stadtkämmerer Gerd Grünewaldt und die beiden Vertreter der Darmstädter Hilfsinitiative für Liepaja, Walter Schmidt und Klaus Wieland, aus der lettischen Schwesterstadt Liepaja zurückgekehrt: „Wir konnten mit unserem Hilfstransport Freude bringen und Freunde gewinnen.“ Schmidt und Wieland hatten einen günstig von der Heag erworbenen VW-Kleinbus mit Gütern aus Haushaltsauflösungen und vielen Spielsachen vom Lions-Club nach Lettland per Fähre über Rostock transportiert. „Alles ist wohlbehalten beim Behinderteninternat angekommen,“ wird resümiert. Fast vier Stunden verbrachte man beim lettischen Zoll: „Helfen wird schwer gemacht, die Bürokratie erscheint wie ein Fossil aus sowjetischer Zeit, dass wird sicher erst durch den Beitritt zur EU besser.“ Dabei hat Lettland allen Grund zum Selbstbewusstsein: Die Hauptstadt Riga ist wieder eine Weltstadt und Darmstadts Schwester Liepaja macht Fortschritte auf allen Gebieten. Klaus Wieland: „Lettland treibt den Aufbau des Landes ohne das Geld eines großen Bruders (analog alte/neue Bundesländer) voran, ich habe deshalb umso größeren Respekt vor den Leistungen.“

 Großen Respekt zollten Stadtkämmerer Gerd Grünewald, Walter Schmidt und Klaus Wieland auch den Eigenhilfen im Behinderteninternat. Direktor Atis Brikmanis konnte in beiden Häusern Renovierungsarbeiten nicht ohne Stolz vorstellen. Alles ist wie „der berühmte Tropfen auf den heißen Stein,“ wenn man den Gesamtzustand kennt. Der Lions-Club, die Software AG in Darmstadt und die unermüdliche Waltraud von Tiesenhausen (Mitbegründerin der Städtepartnerschaft) haben neben der Darmstädter Initiative viele Detailhilfen geleistet.

 Die Hilfen für das Behinderteninternat weiter auszubauen, war der weitere Grund für den Besuch. Das geplante „Hilfs-joint-venture“ wurde auf den Weg gebracht. Die Stadt Liepaja mit Vizebürgermeister Talivaldis Deklaus an der Spitze, hat sich verpflichtet, die Heizung der Internate zu erneuern. Die Stadt Darmstadt und die Initiative übernehmen 22 Fenster, werden Behindertenrampen anschaffen und finanzieren neue Türen für einen Zugang zu Toiletten. Weiter wird der Wunsch nach einem Aufenthalt von 2-3 Lehrern an Darmstädter Behinderten- und Sonderschulen erfüllt. Zu Dank verpflichtet ist die Initiative der sympathischen Referentin für internationale Beziehungen in Liepaja, Gunta Dejus. Sie hat sich mit viel Zeitaufwand und Ideenreichtum um die Darmstädter gekümmert.

 Spendenaufruf

Die Darmstädter Initiative für Liepaja braucht jeden Euro und verspricht, dass jeder Euro auch ankommt. Spenden auf das Konto 641200 bei der Sparkasse Darmstadt, BLZ 508 501 50, sind in jeder Höhe willkommen und steuerlich absetzbar.

Das Baltikum verzeichnet hohe Zuwachsraten beim Tourismus. Davon profitiert auch Liepãja mit seinem Hafen und teils modern hergerichteten Innenstadt. Es gibt immer mehr Hotels und Gästehäuser mit gutem Komfort. Die drei Darmstädter waren angetan vom wunderschönen Strandpark und einem herrlichen weißen flachen Sandstrand, der sich gut für Kinder eignet. Liepaja ist auf wachsenden Tourismus gut vorbereitet, er könnte sich zu einer Säule in der Wirtschaft entwickeln. Ausflugsmöglichkeiten gibt’s genug: Einsame Strände, viele Wälder, Seen und die Hauptstadt Riga. Geheimtipp: Mit dem Fahrrad! Lettland ist die geografische Mitte Europas – nicht Brüssel oder Straßburg - das wird sich in unseren Köpfen noch durchsetzen müssen.

 Weitere Informationen im Internet: www.liepaja.lv und unter >Freizeitwerte< Bildergalerie